Dienstag, 10. Juni 2014

Unser Urlaub in der Toskana - Teil 3

San Gimignano ist mein Nummer 1 Hit unter den toskanischen Reisezielen. Diese wunderbar erhaltene Kleinstadt mit so viel mittelalterlichem Charme ist immer wieder eine Reise wert. Auch diese Mal hat sie mich in ihren Bann gezogen. Auch meine Eltern war gleich Feuer und Flamme.

Unsere Besichtigungstour begann im Augustinerkloster. Die Kirche ist nicht besonders aufregend, aber der kleine Kreuzgang ist wunderbar romantisch. Gebaut im 13. Jahrhundert ist dieses Kloster natürlich prädestiniert dazu, mein, für's Mittelalter schlagendes Herz zu erobern.

Jeder, der schon mal in San Gimignano war, erinnert sich an die Türme, die man schon von Weitem sehen kann und die diesen Ort so Besonders machen. Diese im Mittelalter erbauten Statussymbole der Reichen sind das Markenzeichen von San Gimignano. Einer der Türme wird heute noch bewohnt. Nun, soweit geht meine Mittelalterliebe nicht, dass ich das bräuchte.

Wenn man so durch den Ort schlendert dann sieht man entweder alten Stein oder kleine Geschäfte, die darauf ausgelegt sind, dem Touristen zu gefallen. Und man kauft auch fleissig. Hier schleppt man alles raus, Olivenöl, Schinken, Geschirr, Wein, Stickereien, Taschen (zugegeben, da hatten sie schon ein paar unglaublich tolle Exemplare) - ich bin immer wieder erstaunt, was Menschen so brauchen.
Wir haben auch gekauft, eine Salami für den daheim arbeitenden Gatten und zwei Armbänder. Ansonsten haben wir tausende Bilder gemacht, ein Eis gegessen, den Dom besucht, die Stadt umrundet und den Weitblick genossen und sind dann wieder in Auto gestiegen.







Wie sich herausstellte, war das eine wunderbare Idee, denn ziemlich kurz danach fing es mal wieder an zu regnen. Machte uns aber nicht, wir fahren ja nicht offen.
Weiter ging es nach Volterra, weil Svenja unbedingt den Ort sehen wollte, an dem ein Teil der "Biss" Saga gedreht wurde. Was soll ich zu Volterra sagen - düster, ein bisschen runtergekommen, wahrhaft mittelalterlich aber nicht besonders schön. Das war jedenfalls mein Eindruck. Und darum haben wir hier nicht lange verweilt, sondern sind wieder ins Auto gestiegen und haben uns auf den Weg Richtung Greve gemacht.

Zum Abendessen besuchten wir mal wieder den "König der guten Laune" im Restaurant "La Cantina" in Greve und liessen uns die Pizza schmecken.

Abends hiess es noch Koffer packen, denn am nächsten Tag ging es nach Florenz.

Das Hotel Pendini ist für Besucher von Florenz einfach perfekt. Mitten in der Stadt, sehr gepflegt, angenehmes Personal - ein Ort zum Wohlfühlen - wenn man mit dem Zug kommt. Wenn man dagegen mit dem Auto kommt, dann ist das eine sehr abenteuerliche Suche. Wenn man dann auch noch zu wenig Diesel im Tank hat, wird es nervenaufreibend. Nach einer Stunde Irrfahrt, einem völlig verzweifelten Navi, einer der Hysterie nahen Fahrerin (also ich), stellte ich das Auto irgendwo ab, liess Eltern und Kind dort und ging zu Fuss zum Hotel. Diese Taktik erwies sich als strategisch extrem schlau, denn auf diese Weise fand ich die Strasse, die uns letztlich zum Hotel führte.
Puh!!!!! Nach dieser Odyssee brauchten wir erst mal eine Stärkung. Gesagt, getan... Das erste Restaurant am Platz war unser, Ristorante L'Incontro. Hier gab es erst mal einen Aperol Spritz für uns Frauen, das Kind bekam einen Icetea und Papa eine Blumenvase voll Wasser. Ja, andere würden da Blumen dekorativ drapieren, die Italiener nehmen es als Biergläser.



Nachdem die Blumenvase also geleert war, ging es erst mal in den Dom. Im Vergleich zum Montag war die Schlange quasi nicht existent und wir waren in zwei Minuten drin. Daumen hoch und stolz die Schulter geklopft für diese weise Entscheidung, Montag den Dom auszulassen.

Das Bauwerk ist von aussen sehr imposant und mit unglaublicher Liebe zum Detail gestaltet. Innen ist der Dom eher enttäuschen einfach. Wenn man vergleichbare Kirchen, wie Sienna gesehen hat, dann kann man nicht anders, als den Dom von Florenz schlicht zu nennen. 
Nichts desto trotz ist er einen Besuch wert und die wunderschön gemalte Kuppel ist allemal ein Hingucker.

Wir schlenderten durch Florenz, vorbei an den Uffizien, die wir bereits bei unserem letzten Besuch in Florenz 2011 besichtigt hatten, über die Ponte Vecchio (mein Mittelalterherz machte hüpf, hüpf, hüpf) zum Palazzi Pitti. Wir besichtigten den Innenhof des Bargellos und besichtigten Santa Maria Novella.






Am Abend gings ins Restaurant Giannino in San Lorenzo. Da sind wir eher durch Zufall gelandet, denn das Restaurant, was wir uns eigentlich für den Abend ausgeguckt hatten, erst um halb 8 die Pforten öffnete. Wir waren aber so hungrig, dass wir kurzerhand der Einladung des Kellners folgten und es uns vor dem Restaurant gemütlich machten.
Das Restaurant liegt in einer Seitenstrasse, die zum Dom führt und von daher kann man hier herrlich sehen und gesehen werden. Ich liebe das!
Das Abendessen war ganz grosse Klasse. Unser Kellner tat alles, um uns den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten. Dieser einmalige Service und das wirklich gute Essen haben uns dann auch gleich am Abend danach wieder in das Lokal getrieben. Typische Wiederholungstäter!

Am Freitag stiess dann auch Herr G. wieder zu uns. Wir nutzen den herrlich sonnigen Tag für einen Spaziergang durch Florenz, wobei wir an den meisten Taschen-, Schuh- und Kosmetikläden nicht vorbeikamen.

Auch die Eisdielen frequentierten wir regelmässig. Leider ist nicht jedes Eis in Italien auch lecker. Eins haben wir gegessen, das schmeckt, als würde man an einer Dose Nivea Creme lecken. Bäh!!!!! Ich habe davon eigentlich ein Foto gemacht, aber irgendwie ist das verschwunden. Nun, so kann ich den Übertäter nicht benennen und ihr müsst eure eigenen Erfahrungen machen.

Die Woche ging wie immer viel zu schnell vorbei.

Das Fazit: Die Toskana ist immer wieder eine Reise wert und wir kommen sicher wieder.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag.

Alles Liebe

Bea

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