Sonntag, 8. Juni 2014

Unser Urlaub in der Toskana - Teil 2

Montag machten wir uns, nach einem für italienische Verhältnisse reichhaltigen Frühstücks auf nach Florenz. Ostermontag nach Florenz? wird sich jetzt der eine oder andere fragen. Aber wir mussten, denn Herr G. wollte zum Bahnhof gebracht werden. Um allen Gerüchten zuvor zu kommen, er fuhr nicht nach Hause weil wir ihm auf die Nerven gingen, nein - er musste zurück, die Arbeit!!!

Also fuhren wir nach Florenz und mischten uns unter die dort bereits verweilenden 20.000 Touristen. Da wir aber wussten, dass wir Donnerstag und Freitag in der Stadt sein würden, mussten wir uns nicht der Herausforderung stellen, Sehenswürdigkeiten von innen angucken zu müssen. Kein Mensch der Welt hätte mich dazu gebracht, der ca. 2 km langen Schlange "beizutreten". Never ever!!!! Wir schlenderten ein bisschen durch die Gassen, über den Taschenmarkt - juchu und hatten ein wirklich gutes Mittagessen in der Trattoria San Lorenzo.






Dann musste Herr G. zum Zug. Schweren Herzens nahmen wir Abschied, um uns anschliessend ins Shoppinggetümmel zu stürzen. Hier war es dann doch nicht soooo schlecht, keinen Hüter der Kreditkarte dabei zu haben. Während wir Frauen uns durch die Regale wühlten, sass mein armer Herr Papa auf der "Männerwartebank" und machte ein bisschen Augenpflege.

Viele Einkaufstüten später machten wir uns wieder auf den Rückweg. Und weil das Mittagessen so reichhaltig und gut war, verzichteten wir auf ein Abendessen. Es gab am Abend noch ein gutes Gläschen Wein für Mama und mich, ein Bierchen für Papa und Svenja bekam Limo und Kekse. Alle waren zufrieden! Nur der Herr G., der hatte seinen Anschlusszug in Goldau verpasst und musste fast eine Stunde am Bahnhof rumsitzen, ohne Wein und Bier, dafür in der Kälte. Das er über unsere "Gute-Laune-Bilder", die dann auf seinem Handy ankamen "not amused" war, kann ich verstehen.

Dienstag standen dann Pisa und Lucca auf dem Programm. Los ging's. Pisa ist ja letztlich nicht viel mehr als der Schiefe Turm, die Kirche und das Taufhaus. Bei unserem letzten Besuch haben wir noch die Altstadt gesucht, aber entweder haben wir sie nicht gefunden oder es ist wirklich nichts Besonderes da.
Dieses Mal hatten wir eh nur den "Platz der Wunder" vor. Dort angekommen, machten wir die obligatorischen "Ich halte den Turm" - Bilder. Wie immer, hab ich es nicht wirklich hingekriegt. Das Thema "Perspektiven" muss ich einfach noch mal angehen.






Wir schlenderten durch die Anlage, waren aber in keinem der Sehenswürdigkeiten drin. Svenja und ich waren beim letzten Besuch schon und meine Eltern wollten nicht so recht. Hunderte Fotos später ging es dann also weiter nach Lucca.

Hier gab es erst mal einen Cappucchino und dann ging es auf den Turm des Palazzo Guinigi. Dieser Turm ist nicht schöner oder besser erhalten als andere. Aber es wächst ein Baum dort oben und man hat eine fantastische Sicht auf Lucca. Hier kann man wunderbar verweilen, wenn es nicht zu voll ist, und die Stadt mit einer schier unerschöpflichen Anzahl an Kirchen auf sich wirken lassen.
Weiter ging es zu Cattedralle di Lucca. Ich liebe alte Gebäude und Kirchen. Das Licht in diesen Gotteshäusern ist immer anders, immer ein bisschen geheimnisvoll. Und ich liebe diese entspannte Stille, das zur Ruhe kommen.

Wir schlenderten weiter durch die Stadt, steckten unsere Nase in die eine oder andere Kirche, in den einen oder anderen Schuhladen und gelangten schliesslich zur "Piazza della Anftteatro". Dieser Platz ist ganz besonders. Oval gebaut, wie ein Amphitheater, umgeben von Häusern, in deren Erdgeschossen meist kleine Restaurants und Läden angesiedelt sind. Hier beschlossen wir, unsere Mittagspause/ Nachmittagspause zu verbringen. Tisch gesucht, draussen natürlich, denn es war warm und Pizza bestellt. Die Pizza in der Trattoria Da Gherado war himmlisch lecker.






Gestärkt, bezahlt, wollten wir gerade aufbrechen, als ein richtiger Regenguss niederging. Gut, dass wir unter einem grossen Schirm sassen. So konnten wir das Treiben auf dem Platz beobachten, die Menschen, die vor dem Regen davonliefen, die Schwarzen, die aus dem Nichts kamen und ihre Regenschirme feilboten, den Kellner, der Bier und Wein versuchte unverdünnt an die Tische zu bringen.

Als der Regen aufhörte, machten wir uns wieder auf den Weg. Bis zum Auto hatten wir 7 Paar Schuhe gekauft... Naja, wir waren aber auch drei Frauen...

Lucca ist eine meiner Lieblingsstädte in der Toskana, die wir sicher nicht zum letzten Mal besucht haben.

Habt einen schönen Pfingstsonntag und geniesst dieses traumhafte Wetter....


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen