Samstag, 5. Juli 2014

Kulinarische Fussball WM Reise - Russland

Als Kind des Sozialismus bin ich mit Russland, damals noch UdSSR, grossgeworden. Russisch war unsere erste Fremdsprache und ich kannte mich auf der Landkarte rechts der DDR besser als als im Rest der Welt. Ich mochte die Sprache und ich fand dieses riesige Land immer sehr faszinierend. Nur die Soljanka, die mochte ich nicht.
Auf den Geschmack bin ich ironischerweise erst gekommen, als es die DDR schon lange nicht mehr gab. 

Das Rezept habe ich von meinem Onkel, der Koch war und früher ein Restaurant mit dem Namen "Goldbroiler" hatte. Es ist also ein echtes Traditionsrezept und hatte, als er es mir diktierte auch keine Mengenangaben. Ein Koch eben, der macht das so aus dem Handgelenk. Ich habe diese Tradition übernommen. Daher sind die Angaben hier auch nur so "ungefähr" richtig. 

Soljanka ist das perfekte Resteessen und so ist dieses Gericht auch entstanden. Früher gaben die Leute alles rein, was sie noch so in ihrer Vorratskammer fanden. 
Heute mache ich das nicht mehr so... Ausser wir hatten eine Party und es ist tatsächlich etwas übrig geblieben. Da aber Herr G. diese Suppe nicht mag - wie auch mit all den Zwiebeln und der Paprika - ist Soljanka nicht gerade die favorisierte Resteverwertungsform. Schade eigentlich!!!


Für 6 - 8 Personen:

300g Schweinefleisch
300g Wienerle
300g Schinkenwurst
2 Zwiebeln
2 Paprika
1 kleines Glas Gewürzgurken
1 grosses Glas Letscho
150g Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1TL Senf
2 - 2,5 Liter Gemüsefond
Pfeffer, Salz, Paprika

Das Fleisch/ die Wurst würzen und anbraten, nach 10 Minuten die Zwiebeln dazugeben und dünsten, bis sie glasig sind. Die Paprika und das Tomatenmark in den Topf geben und alles gründlich durchmischen. Nun die Gurken und das Letscho mit etwas Gurkenwasser hinzufügen. Nun die Gewürze dazugeben und mit ca. 2,5 Liter Brühe auffüllen.


Das Ganze bei kleiner Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Mit einem Klecks Saure Sahne und einer Zitronenscheibe servieren.


Schmeckt lecker und erinnert mich, auch wenn ich es als Kind nicht mochte, an Vergangenes. Ach, was bin ich eine rührselige Nudel... 


Viel Spass beim Nachkochen!

Alles Liebe,

Bea

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