Sonntag, 23. November 2014

Thai - Kochkurs

Wie die meisten von euch wissen, habe ich ein völlig normales Leben 1.0. In diesem Leben hab ich einen Job, der mich derzeit ganz schön in Atem hält. Ein paar Veränderungen stehen an, die ich initiiert habe und von denen ich vollkommen überzeugt bin. Aber es geht ja auch immer um Kollegen und damit um anderer Leute Gefühle und so sind gute Veränderungen dennoch nicht immer leicht umzusetzen. 
Und zu diesem Zweck gab es in der vergangenen Woche einen Workshop. Der Tag lief gut, hat aber meine ganze Energie gefordert und so hielt meine Begeisterung ob des abendlichen Thai - Kochkurses sich sehr in Grenzen (ja, ich hatte das alles so organisiert und konnte mich deshalb zu Beginn des Abends selbst nicht leiden....). 
Eigentlich hätte ich mich mit meinen Kolleginnen einfach nur hingesetzt, gegessen, zwei oder acht Gläser Wein getrunken und entspannt. Aber nein, Küchenarbeit stand an - die dann viel besser wurde, als gedacht....


Das Menü war nicht sehr schwierig und so hatten wir trotz Kochen viel, viel Spass. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich extrem coole, vor allem aber lustige Kolleginnen habe... 



Zur Vorspeise gab es "Thai marinierte Satay - Spiessli mit Nusssauce und Salat". (Bitte nicht über die SpiessLI wundern, das ist hier so in der Schweiz - alles ist niedlich). 

Für 4 Personen benötigt man 200g Putenfleisch, welche in Streifen geschnitten und auf Spiesse gesteckt wird. Anschliessend das Fleisch in der Marinade ziehen lassen.


Die Marinade wird hergestellt, in dem man folgende Zutaten in einem Mixen zusammenrührt:

1 TL Kümmel
1 Stengel Zitronengrass in Scheiben geschnitten
Galangel geschnitten
wenig Kaffir Limettenrinde
200ml Tamarindensaft
1 TL Salz
etwas Kokosmilch
Thaiboullion
Kurkuma
Zucker
Sojasosse

Die Angaben im Rezept sind genau so detailliert. Man muss es ausprobieren meinte die Thailändische Köchin... 


Für die Nusssosse wurde rot und gelbe Currypaste angebraten und mit Kokosmilch abgelöscht. Dazu wurde die Erdnüsse gegeben, Thaiboullion, Sojasauce, Palmzucker und Tamarinde, wobei letztere Zutat entscheidend ist.

Nachdem die Spiessle eine halbe Stunde in der Marinade gezogen haben, werden sie gebraten und dann mit Salat und Erdnusssosse gereicht. Ich mag eigentlich keine Nusssosse, aber diese Spiesse waren mega lecker!!!!


Zum Hauptgang gab es zweierlei Curry, einmal gelb, einmal rot, einmal mit Pute, einmal mit Rind. Die Currypaste haben wir selber hergestellt und das war für mich richtig spannend.

Für die gelbe Currypaste wurden folgende Zutaten in einem Mixer püriert und anschliessend in der Pfanne angeröstet.

4 getrocknete rote, grosse Chili (ohne Kerne und im Wasser einweichen)
1 TL Galangel frisch
2 TL Zitronengrass frisch
2 TL Thai Frühlingszwiebel
1 TL Knoblauch
1 TL Koriander Samen
1 TL Kümmel
1 Prise Pfeffer
2 TL Kurkuma frisch
1 TL Currypulver trocken
1 Prise Salz

Alle Zutaten der Currypaste mixen.


Für das Curry werden 500g Putenfleisch klein geschnitten und in Salzwasser blanchiert. Gelbe und rote Paprika in kleine Stücke schneiden und etwas Thaibasilikum klein zupfen.

Anschliessen die Currypaste in einer heissen Pfanne anbraten, mit Kokosmilch ablöschen und das blanchierte Putenfleisch dazugeben. Paprika und köcheln lassen. Mit Thaiboullion, Sojasauce und Palmzucker abschmecken. Am Schluss das Thaibasilikum dazugeben und mit Reis servieren. Exzellent!!!!!!


Die Herstellung des roten Curry's folgt den gleichen Regeln, ausser das man alle Zutaten nach dem kleinschneiden noch in der Pfanne anrösten muss.

Folgende Zutaten werden für die Currypaste benötigt:

4 getrocknete rote, grosse Chili (ohne Kerne und im Wasser einweichen)
10 kleine rote Chili ohne Kerne frisch
1 TL Galangel frisch
2 TL Zitronengrass frisch
2 TL Thai Frühlingszwiebel
2 TL Knoblauch
etwas Rinde der Kaffirlimette gehackt
1 TL Koriander Samen
1 TL Kümmel
1 Prise Pfeffer
getrocknete Crevetten

Das Curry in der Pfanne anbraten und ordentlich Röststoffe bilden lassen. Anschliessend im Mixer zu einer Paste verrühren.

Das Rindfleisch in Salzwasser mit Zitronengras blanchieren.

Das rote Curry wird die das Gelbe gemacht. Curry anbraten, mit Kokosmilch ablöschen, aufkochen. Dann das Fleisch dazugeben und köcheln lassen. Wir haben noch Thai - Auberginen dazugeben und Kaffirlimettenblätter, Bambus und am Schluss Thaibasilikum. Abgeschmeckt wurde es wieder mit Boullion, Salz, Sojasauce und Palmzucker, serviert mit Reis.

Das Curry war auch super, aber dennoch würde ich das gelbe Curry immer vorziehen.


Zum Dessert gab es, passend zur Jahreszeit, etwas mit Kürbis. Den Kürbis schälen, in kleine Stücke schneiden (das ist der anstrengendste Teil der Arbeit) und in Wasser ca. 10 Minuten weichen lassen. Kokosmilch aufkochen, Palmzucker und Salz dazugeben, Kürbisstücke dazugeben und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Am Schluss frische Kokosraspeln dazugeben.

Es ist eher wie eine warme Suppe und mir war es definitiv zu viel und zu süss. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich grundsätzlich nicht so gern Süsses mag...


Ausrichter dieses Kochkurses war der Esscube in Rotkreuz. Die Rezepte haben wir zum Abschluss dazubekommen. Daher kann ich keine genaueren Mengenangaben machen.

Der Abend war, obwohl ich am Anfang doch eher nicht so motiviert war, super schön. Wir hatten irre viel Spass und haben sehr, sehr viel gelacht.

Mädels, mit euch gehe ich wieder kochen!!!!!!

Thailändische Küche ist eine meiner liebsten Küchen weltweit. Dieser Kochkurs hat noch mal gezeigt, wie einfach mal ein wirklich schmackhaftes Essen zubereiten kann. Und wenn meine fertigen Currypasten alle sind, dann werde ich mich mal an die Eigenproduktion wagen. Das Rezept mit der Erdnusssauce werde ich wohl recht bald probieren, denn das gehört zu Herrn G.'s Lieblingsgerichten :-)

Wünsche euch einen schönen Tag.

Alles Liebe,

Bea

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