Dienstag, 9. Dezember 2014

9 Dezember - Sternenglanz und Kerzenschein


Markt und Strassen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen, 
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wundervoll beglückt.

Und ich wandere aus den Mauern
bis hinaus ins weite Feld,
hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so still und weit die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt's wie wunderbares Singen - 
o du gnadenreiche Zeit.

Dieses Gedicht von Josef von Eichendorff ist seit jeher mein liebstes Weihnachtsgedicht. Besser kann man den Lichterglanz, das Funkeln der Kinderaugen und die wunderbar besinnliche Zeit nicht in Worte fassen. 

Lichterglanz und Sternenfunkeln gehört zu Weihnachten auch in die Wohnung. Ende November werden alle Kisten mit Weihnachtszeug aus dem Keller geholt und im Hause Graf darf Chaos einziehen, jedenfalls so lange, bis ich mich entschieden habe, was ich wohin stelle.


Die letzten Jahre habe ich immer bräunliche Töne bevorzugt, aber in diesem Jahr wollte ich alles in diesem herrlichen Dunkelrot dekorieren, dass mir schon im Herbst so gut gefallen hatte. Also bin ich losgegangen und habe ein paar Kleinigkeiten gekauft.

Herr G. fragte, als ich mit all den Tüten heimkam, ob wir denn nicht schon genug "Gruschel"hätten. Was verstehen Männer davon? Das ist wie mit Schuhen, davon kann man nie genug haben!!!!


Natürlich durften auch andere Dinge wieder einziehen, wie die kleine Figur unten. Die gab es im letzten Jahr auf dem Roche Weihnachtsmarkt und ich konnte nicht an ihr vorbeigehen... So herzig!


Frl. G.'s Zimmer ist in lila-weiss gehalten und die Deko passt perfekt dazu. Ausserdem liebe ich so grosse Gläser voll gefüllt mit Kugeln. Es braucht nicht wirklich viel, um Stimmung zu zaubern.



Am Schönsten ist es natürlich jetzt:  draussen ist es eisig kalt, ein paar Schneeflocken tanzen vorm Fenster und die Wohnung ist erhellt mit Kerzenschein. Man kann sich auf die Couch lümmeln, mit einem Tee oder einem Weinchen und gemütlich in einem Buch schmökern oder man sitzt im Arbeitszimmer und bereitet die letzten Geschenke für die Familie und Freunde. Beides macht mich gleichermassen zufrieden.



Unser wunderschöner Schwibbogen gehört seit Jahren zu unserer Weihnachtsdeko. Den haben Herr G. und ich vor Jahren auf dem Freisheimer Weihnachtsmarkt von einem älteren Mann erworben. Er hat diese Unikate selber gemacht und ich erfreue mich jedes Jahr daran.


Zum grossen Glück fehlt mir nur noch eine Pyramide. Eine richtig Schöne, aus dem Erzgebirge. So eine Pyramide gehört einfach zu meiner Erinnerung an das Weihnachten meiner Kindertage. Dort stand sie immer auf dem Esstisch (naja, in der DDR hatten wir eher einen Ess-/ Wohnzimmer - Kombinationsraum). Jedenfalls stand die Pyramide dort und die unten liefen die Bergmänner mit den Hirten und Schafen auf der obersten Plattform um die Wette. 
Eigentlich wünsche ich mir genau so eine Pyramide, die ich betrachten kann und dabei nostalgischen Erinnerungen nachhängen kann. Naja, wer weiss... 

Bis dahin erfreue ich mich an all der anderen wunderschönen Weihnachtsdekoration und hoffe, der Advent geht ganz langsam vorbei.

Auf einen gemütlichen 9. Dezember - nur noch 15 Tage bis Heilig Abend! 

Alles Liebe,

Bea

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