Dienstag, 24. Februar 2015

Beeren-Bananen-Früchtebrot...

...oder wie man die Fastenzeit überlistet. 

Ja, die Fastenzeit. Seit ich denken kann, verzichte ich in den 40 Tagen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf etwas, auf das zu verzichten mir schon schwer fällt. 

Als Kind waren es die Süssigkeiten. Man hat sich die Zeit hingezogen. 40 Tage können ja so gemein langsam vergehen. 
In meinem Zimmer stand ein grosses Glas, in das alle Bonbon, jedes Stück Schokolade, jeder noch so kleine Kaugummi gewandert sind. Erst an Ostern durfte ich diesen grossen Schatz plündern, was nicht selten zu akuten Bauchschmerzen führte. 

Aber wenn man nach all den Tagen des Verzichts das erste Stückchen Schokolade in den Mund schiebt, es ganz langsam auf der Zunge zergehen lässt und jede Kakaobohne einzeln schmeckt, dann weiss man, für diesen Moment hat sich das alles gelohnt!


Heute bin ich gross und ich verzichte auch in diesem Jahr wieder - auf Süssigkeiten, auf Alkohol und aufs Shoppen. Alkohol fällt mir ein bisschen schwerer als Süsses, liebe ich doch die gemütlichen Abende auf der Couch mit einem leckeren Rotwein.
Naja, Fasten muss schon ein bisschen weh tun.

Und warum faste ich Shoppen? Weil ich mir beweisen will, dass ich verzichten kann
- auf die 20ste Zeitschrift, die dann doch irgendwann im Altpapier landet
- auf ein Buch, obwohl sowohl auf dem Kindle als auch im Regal noch genug Ungelesene stehen
- auf neue Klamotten, denn mein Schrank ist voll
- auf Frühlingsdeko, brauch ich wirklich jedes Jahr neue Farbakzente
- auf neues Bastelmaterial, nutze ich doch erst mal, was ich habe...

Die Liste könnte man beliebig fortsetzen.

Und was mache ich mit dem ganzen Geld? Davon kaufe ich Schokolade aus Madagaskar und unterstütze damit ein Projekt meines Vereins. Wir bauen - in Zusammenarbeit mit anderen Clubs - eine Schule für Strassenkinder. Und dafür, dass ein kleines Kind Bildung und eine warme Mahlzeit am Tag bekommt, lohnt sich der Verzicht doch, oder?


Warum jetzt also etwas Süsses in der Fastenzeit? Weil ein Sonntag ohne Kuchen kein Sonntag ist und weil Herr G. das Thema Fastenzeit völlig aussen vor lässt.
Naja, also war ich auf der Suche nach einer Süssen, aber doch Fasten-kompatiblen Lösung, die ich in dem lecker saftigen Beeren-Bananen-Brot gefunden habe.


Ihr braucht für eine Kastenform:

3/4 Tasse Buttermilch
3/4 Tasse brauner Zucker
2 Tassen Dinkelmehl
2 grosse Eier
2 grosse, reife Bananen (zerdrückt)
100g Butter
1 P Backpulver
1 TL Zimt
1/2 TL Natron
1 Prise Salz
1 MS gemahlene Muskatnuss
250g Beerenmischung (frisch oder TK)


Buttermilch, Zucker, Butter und Eier schaumig schlagen. Die Bananen dazugeben. In einer anderen Schüssel alle trockenen Zutaten mischen und portionsweise zu der Eimasse geben. Am Ende die Beeren langsam unterheben.

Das Brot bei 180 Grad Umluft ca. 50 Minuten backen. Wenn die Stäbchenprobe signalisiert "fertig", das Brot aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Man kann diese Leckerei mit Sahne servieren, muss man aber nicht, denn es schmeckt schon für sich sehr gut...


Ob ihr nun Verzicht übt oder nicht, lasst es euch auf alle Fälle gut gehen und geniesst das Leben! Denn wir haben ein Schönes!!!

Habt es schön!

Bea

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