Dienstag, 3. März 2015

Apfelkuchen und ein Hauch von Zimt

Wer meinen Blog verfolgt, der könnte auf die Idee kommen, ich bin ganz vernarrt in Äpfel und in Apfelkuchen. Aber der Winter ist ja nun mal Apfelzeit.

Früher, wo ich noch hinter der grossen Mauer gelebt habe, die Deutschland mal geteilt hat, da gab es beim Obst- und Gemüsehändler im Winter nicht viel mehr an Obst als Äpfel. Das war noch saisonales Ernährung (sieht man mal von dem einen Kilo Orangen an Weihnachten pro Familie ab - eine wirklich zu vernachlässigende Menge).

Die allerliebste Oma hat immer aus dem was gemacht, was da war. Und bei mir waren eben noch Äpfel da... Also - Apfelkuchen....


Das Rezept ergibt ein Blech eines lecker fluffigen Kuchens.

Zunächst 4 Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und kleine Stifte oder Würfel schneiden. Die Apfelstücke mit Zitronensaft beträufeln, dass sie nicht braun werden. 1 1/2 TL Zimt dazugeben und beiseite stellen.


Jetzt 250g weiche Butter, die ihr mit 200g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker schaumig rührt. Anschliessend 6 Eier unterrühren, jedes ungefähr 30 Sekunden lang. 350g Mehl und 1 Päckchen Backpulver mit der Eimasse vermengen. Abgeriebene Schale einer Zitronen dazugeben und bei Bedarf noch ein bisschen Milch zugeben. Der Teig sollte schon geschmeidig sein.

Nun 150g Marzipan klein hacken und unter den Teig mischen.




Den Teig auf ein gefettetes Backblech geben und mit den Äpfeln bestreuen. Anschliessen noch Mandelsplitter nach Geschmack auf den Kuchen geben und diesen dann bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 20 Minuten backen.



Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, 4 EL Zitronensaft mit 8 EL Puderzucker vermengen. 1/2 TL Zimt dazugeben und über den Kuchen geben. 


Ob lauwarm oder kalt, der Kuchen ist ein Gedicht. Am besten schmeckt er natürlich mit einem ordentlichen Schlag Rahm, auch wenn das Ernährungswissenschaftlern sicher wieder die Schweissperlen auf die Stirn zaubert. Egal, es ist gnadenlos lecker.


Jetzt werden aufmerksame Leser fragen, aber was ist denn mit der Fastenzeit????

Bei frommen Mönchen habe ich vor sehr langer Zeit einmal gelernt, dass der Tag des Herrn, also der Sonntag, kein Fastentag ist und man dort durchaus ein bisschen geniessen kann. Ist ein bisschen so wie Ramadan.

Aber ehrlich, bis ich Mitte 20 war, kannte ich diese Regel nicht und habe damals nicht schlecht geguckt, als im Kloster der Wein auf den Tisch gebracht wurde.
Heute gönne ich mir zumindest sonntags ein winziges Stück Kuchen, das aber mit ganz viel Genuss!


Der Sonntag ist leider schon wieder vorbei, der Alltag hat mich wieder. Ich sitze hier in meiner kleinen Kammer, habe alle Türen verriegelt, damit ich die Geräusche von "The walking dead" nicht hören muss - dieser gruseligen Serie, die Herr G. mit Hingabe guckt.

Und während ich das so niederschreibe, schleicht dieser Kerl im Dunkeln auf den Balkon und klopft an das grosse Fenster meines Zimmers. Ich höre meine Schrei immer noch, meine Hände haben sich noch nicht beruhigt, ich glaube, ich war selten näher an einem Herzinfarkt....

Ich brauch einen Schnaps - aber quatsch, es ist Fastenzeit! Oh man, manchmal kann das Leben schon anstrengend sein... :-)

Hoffentlich habt ihr es wenigstens schön!

Alles Liebe,

Bea

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