Sonntag, 19. April 2015

Forellenfilet mit Bärlauchrisotto

Der Sommer war da, zumindest mal für eine Woche. Im Moment legt er eine kleine Verschnaufpause ein und das ist auch gut so, soll er ja nicht vor Juli wieder ausser Atem kommen. Das hatten wir erst letztes Jahr. Daher hoffe ich, der Gute ist in diesem Jahr konditionell besser drauf.

Aber auch, wenn es heute nicht so dolles Wetter hat, so scheint zumindest bei uns ein bisschen die Sonne. Und Sonne macht glücklich, sie gibt Energie, die Sonne macht all meine Mitmenschen fröhlich - das ist doch perfekt, oder? Endlich kann man wieder raus, endlich wieder grillen, endlich wieder an lauen Sommerabenden ein Glas Wein auf der Terrasse geniessen. Das Leben ist schön!
Gut, heute gibt es keinen Wein auf der Terrasse, aber das kommt schon noch mal... 


Ausserdem ist es Zeit, die schweren, wärmenden Wintergerichte zu den Winterklamotten in den Keller zu räumen (wo sie warten, bis ich sie voller Vorfreude im Herbst wieder raushole) und die leichten, sehr leckeren Sommerrezepte hervorzukramen und zu den Kleidchen in den Schrank zu hängen, oh wie wunderbar!


Jetzt aber mal zum heutigen Rezept: Ich könnte ja nie im Leben auf Fleisch oder Fisch verzichten und mich vegetarisch ernähren. Noch viel weniger könnte ich auf tierische Produkte verzichten und vegan leben. Ich bin ein bekennender Fleischesser und liebe ein gutes Steak und einen leckeren Braten. Aber, das Fleisch oder der Fisch sollten aus artgerechter Haltung stammen und möglichst regional gekauft werden.

Daher sprach mich Steph vom Kleinen Kuriositätenladen mit ihrem Bloggerevent "Rettet den Sonntagsbraten" sofort an und ich wusste, da muss ich mitmachen.

Und hier ist also mein erstes Retterrezept - Forellenfilet mit Bärlauchrisotto.


Den Fisch kaufen wir immer bei uns im Dorf. Dort gibt es einen Forellenzucht, wo die Tiere noch mit viel Liebe und Sorgfalt aufgezogen werden. Die Brüggli-Forelle ist ein kleiner Familienbetrieb. Hier werden vom Ei bis zum Speisefisch Lachsforellen, Regenbogenforellen und Saiblinge gezogen, die vom frischen Bergquellwasser und artgerechter Nahrung, Haltung und Pflege profitieren. Der Fisch wächst gesund heran, das kann man sehen und schmecken.

Der Fisch wird direkt geschlachtet, wenn man im Laden ist, frischer geht wirklich nicht.

Die 4 Forellenfilet habe ich deshalb auch einfach nur in Butter erst auf der Hautseite 2 Minuten, dann auf der Filetseite 3 Minuten angebraten. Ich habe Salz und Pfeffer dazugegeben und einen Thymianzweig in der Butter mitgebraten. Da der Fisch so frisch und lecker ist, braucht es nicht weiter.

Für Risotto benutze ich immer, immer meinen Thermomix, weil der einfach das Allerbeste Risotto kann. Aber natürlich kann man dieses Rezept auch ganz klassisch herstellen, in dem man immerfort rührt.

Zunächst Öl in den Topf geben und auf 1min/100°/Stufe2 kurz erhitzen. Anschliessend 200g Risottoreis hinzufügen und 3min/100°/Stufe 1 Linkslauf andünsten.

Und wo wir hier bei gutem, authentischem Essen sind, mein Reis kommt ausschliesslich von Reishunger, ein Direktimporteur, der auf Bio und Qualität achtet, dabei aber auch den sozialen Aspekt nicht aus den Augen verliert.

Anschliessend mit 60ml Weisswein ablöschen,  4min/100°/Stufe 1 Linkslauf. Nun 500ml Gemüsefond dazugeben und das ganze 18min/100°/Stufe 1 Linkslauf quellen lassen. Ca. 3 Minuten vor Schluss 3 EL Sahne hinzugeben, den kleingeschnittenen Bärlauch - je nach Geschmack - dazugeben, mit Pfeffer und Salz würzen.

Wenn das Risotto fertig ist, noch 30g geriebenen Parmesan unterheben. Servieren - geniessen!


Danke Steph für die tolle Idee eine Rettungsinitiative für Fleisch und Fisch aus artgerechter, regionaler Haltung zu starten. Ich finde es extrem wichtig, regionale Bauern oder Züchter zu unterstützen. Ausserdem schmeckt man das und gutes Essen ist mir fast jeden Preis wert.

Habt ihr auch Lieblingsgeschäfte in der Region? Wo kauft ihr euer Fleisch und euren Fisch?

Für Ideen oder Empfehlungen bin ich immer dankbar.

Geniesst euren Sonntag und geniesst, was immer ihr auf dem Teller habt.

Habt es schön!

Alles Liebe,

Bea

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