Mittwoch, 6. Mai 2015

Ein Geschenk für Omma oder wie der Kirschkuchen ins Glas kam

Morgen geht's zu Omma und Oppa nach Hannover, denn beide haben im Wonnemonat Mai Geburtstag und das ist ein hinreichender Grund die lange Reise auf uns zu nehmen. Was sind schon 7 Stunden Reisezeit gegen 174 Jahre Lebensjahre? Eben - nüscht!!!! 


Wenn zwei Menschen nur also zusammen schon 174 Jahre auf der Welt sind, was bitte schenkt man ihnen dann noch? Die haben doch schon alles und brauchen nichts mehr - Originalton meine Oma. Noch Fragen?

Nun, essen müssen sie nach wie vor und das tun sie auch gern... Also packe ich in diesem Jahr einen kleinen Fresskorb zusammen, der unter anderem selbstgemachte Marmelade enthält (Rezept folgt sehr bald hier auf dem Blog), ein bisschen leckere Schokolade aus der Region (wenn du mal gucken willst - hier), natürlich Schweizer Käse und einen Kuchen... im Glas!

Wie ihr sicher selbst längst errechnet habt, gehören meine Grosseltern der sogenannten Kriegsgeneration an und Vorratshaltung und Lebensmittelverwertung ist bei ihnen so normal, wie bei uns das - wenn es sein muss - tägliche Einkaufen. Oma hat eine Vorratskammer, die macht so manchem Supermarkt echte Konkurrenz. Daher sind haltbare Lebensmittel besonders willkommen.


Den Kuchen kann sie dann, wenn mal überhaupt nichts im Haus ist, aus dem Glas pellen und vernaschen oder aber in der Handtasche versteckt zu Opi ins Heim schmuggeln, weil er da ja nichts Vernünftiges bekommt, der Arme - auch O-Ton meiner Oma...


Bei der herzallerliebsten Andrea von Zuckerimsalz hatte ich einen "gefangenen Kirschkuchen" entdeckt und kurzerhand entschieden, den ein bisschen angepasst mal schnell ins Glas zu zaubern. Zufällig hatte ich noch ein Glas Kirschen im Vorratsschrank - der im Umfang übrigens nicht annähernd an den meiner Oma herankommt.


Nun aber endlich zum Rezept... Man nehme:

1 Glas Kirschen abgetropft
4 Eier
150g Zucker
150g Butter
150g Haselnüsse gemahlen
150g Mehl
3 Tropfen Bittermandelaroma
2 TL Backpulver


Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Nun den Zucker und die Eier mit der Butter schaumig rühren. Haselnüsse, Mehl und Backpulver mischen und zu der Eiermasse geben. Das Bittermandelaroma hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. 


Den Teig in die eingefetteten Gläser geben. Ich nehme immer Weck-Gläser, die oben etwas weiter offen sind, damit der Kuchen sich besser aus dem Glas lösen lässt.
Vorsicht, die Gläser nur etwa 2/3 befüllen, der Kuchen geht ja noch auf. Auf unterster Schiene ca. 40 Minuten backen. Nach erfolgreichem Stäbchentest die Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort verschliessen.


Wenn sie abgekühlt sind, brauchen sie nur noch hübsch verziert werden und sind fertig für das Fresskörbchen.

Hoffe, Omma freut sich!!! Und jetzt verabschiede ich mich in mein langes Familienwochenende.

Habt es schön...

Bea

Kommentare:

  1. yeahhhhh ... wie cool ... und sieht sehr schön fotografiert aus ... viel Spaß in Schwetzingen, bin schon gespannt auf eure Eindrücke
    und viele liebe Grüße
    Andrea

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  2. Super Idee! Du schreibst sehr gut es macht bei jedem Post Spass weiterzulesen- der Kuchen muss wirklich noch heiss verschlossen werden? Ich habe auch Weckgläser- aber keinen Gummi dazu um
    Ihn dicht zu machen- vielleicht bekomme ich die irgendwo- bei deinen Rezepten wetde ich noch kugelrung! Lg Gerli

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    1. Ja, der Kuchen muss heiss verschlossen werden, wie beim Einkochen. Es gehen auch Schraubgläser, am besten welche, die nach oben breiter werden.
      Keine Sorge, kugelrund wirst du nicht... die Kuchen sind ja klein ;-)))))

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